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Brunnen vor dem Linzer Bahnhof mit Wissensturm

Tusche auf Papier, 40×40 cm

Rechteckiges Brunnenbecken mit sechs wasserspeienden Muscheln an den Rändern und einer knieenden Herkulesfigur auf einer Glasplatte im Zentrum, die eine Muschelschale auf den gebeugten Schultern trägt, aus der sich eine Wasserfontäne erhebt. Es handelt sich um die 2008 nach dem Bahnhofsneubau aus älteren Bestandteilen neu geschaffene Anlage. Der Brunnen war bei der Vorplatzgestaltung des durch Bomben stark beschädigten Bahnhofes im Jahre 1949 erstmals aufgestellt und 1952 auf Anregung von Architekt Anton Wilhelm mit einer großen Schale ergänzt und verändert worden. Sie ist heute durch die Glasplatte ersetzt,

Der Wissensturm in Linz ist ein markantes Bildungs- und Bibliothekszentrum am Hauptbahnhof, das 2007 nach Plänen der Architekten Franz Kneidinger und Heinz Stöglmüller eröffnet wurde. Das 63 Meter hohe, elliptische Gebäude beherbergt die Volkshochschule sowie die Stadtbibliothek und prägt als moderner Lernort mit Glasfassade das Stadtbild.

Wir treffen uns bei den Löwen!

Tusche auf Papier, 40×40 cm

Mit dem Hauptbahnhof von Linz ist ein Satz verbunden: „Wir treffen uns bei den Löwen!“ Die beiden steinernen Löwen, die das Wappen des Landes Oberösterreich bzw. der Stadt Linz in den Pranken halten, waren so beliebt, dass sie bis auf die Bahnsteige und technische Einrichtungen die einzigen Relikte des Nachkriegsbahnhofs waren, die in den Milleniums-Neubau übernommen wurden. Dabei ist gar nichts an ihnen Linzerisch, denn sie wurden ursprünglich in der NS-Zeit von dem Salzburger Bildhauer Jakob Adlhart für Salzburger Todtbrücke – nach dem 2. Weltkrieg in Staatsbrücke umbenannt – aus Salzburger Marmor gehauen, und zwar für die 10. Version der heutigen Staatsbrücke. Ihr Schicksal war dann ein ähnliches wie die der Nibelungen-Standbilder auf der Linzer Nibelungenbrücke. Statt der geplanten vier wurden nur zwei Löwen verwirklicht und nach dem Krieg wollte sie in Salzburg niemand mehr haben. Mit neu gravierten Wappen fanden sie jedoch am Linzer Bahnhof doch noch eine Heimat. Über die Löwen als Nazi-Kunst gab es seit ihrer Aufstellung Kontroversen., doch 1999 stellte der Linzer Gemeinderat mit großer Mehrheit ihre „ideologische Läuterung als Wahrzeichen des Linzer Hauptbahnhofs“ fest.

Bei der Tuschezeichnung handelt es sich um den rechten Löwen, der das Wappen von Oberösterreich festhält. Das aktuelle Wappen besteht aus einem gespaltenen Schild, der von einem Erzherzogshut gekrönt ist.
Heraldisch rechts (vom Betrachter links): Ein goldener Adler mit roter Zunge und roten Krallen in Schwarz.
Heraldisch links (vom Betrachter rechts): Ein dreimal von Silber (Weiß) und Rot gespaltener Schild.


Kuriose Phantasie einer KI 😉

Eine künstliche Intelligenz lieferte übrigens folgende Geschichte und schrieb:
Hier ist die Geschichte hinter den steinernen Wächtern:
Die Herkunft: Wächter der Nibelungenbrücke
Die Löwen waren ursprünglich nicht für den Bahnhof geplant, sondern für die Nibelungenbrücke.
Entstehungszeit: Sie wurden zwischen 1940 und 1941 geschaffen, zur Zeit des Nationalsozialismus, als Linz zur „Patenstadt des Führers“ ausgebaut werden sollte.
Der Schöpfer: Die Skulpturen stammen von dem Bildhauer Bernhard Graf.
Das Material: Sie bestehen aus massivem Granit, was typisch für die monumentale Architektur dieser Ära war.
Eigentlich sollten insgesamt vier Löwen die Brückenköpfe der Nibelungenbrücke flankieren. Doch der Krieg verhinderte die Fertigstellung des gesamten Ensembles. Nur zwei der Löwen wurden tatsächlich fertiggestellt und aufgestellt.
Der Umzug: Vom Brückenkopf zum Bahnhof
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs empfand man die wuchtigen Granitfiguren auf der Brücke zunehmend als unpassend – sowohl aus ästhetischen Gründen als auch wegen ihrer Entstehungsgeschichte.
Abtransport: In den 1950er-Jahren wurden sie von der Nibelungenbrücke entfernt.
Zwischenstation: Bevor sie ihren heutigen Platz fanden, waren sie zeitweise eingelagert.
Neuer Standort: Schließlich entschied man sich, die Löwen am Vorplatz des (alten) Linzer Hauptbahnhofs aufzustellen. Sie sollten den Reisenden ein Gefühl von Beständigkeit und „Willkommen“ vermitteln.
Die Löwen heute
Beim Neubau des Linzer Hauptbahnhofs (eröffnet 2004) wurden die Löwen beibehalten, aber neu positioniert. Heute flankieren sie den Abgang zur unteren Ebene bzw. die Rolltreppen im Bereich des Bahnhofsvorplatzes.
Interessanter Fakt: Obwohl sie aus einer dunklen Ära der Stadtgeschichte stammen, haben die Linzer die Löwen ins Herz geschlossen. Sie sind heute weniger ein politisches Symbol als vielmehr ein beliebter Treffpunkt („Treffen wir uns bei den Löwen“).


Die Wahrheit zu den Statuen für die Nibelungenbrücke

In Wahrheit sollten vier Skulpturen auf Wunsch von Adolf Hitler auf der Brücke positioniert werden, und zwar sechseinhalb Meter große Reiterstandbilder von Siegfried, Kriemhild, Gunter und Brunhild. Zwei weitere Figuren – Hagen und Volker – waren für den Brückenaufgang in Urfahr vorgesehen. Beauftragt dafür war der deutsche Bildhauer Bernhard von Plettenberg, der sich nach Kriegsende in den 1950er-Jahren an den Linzer Magistrat wandte, um die Umsetzung zu erwirken. Die Anfrage wurde abgelehnt und die Statuen blieben Gipsmodelle – eines davon ist heute in der Dauerausstellung des Nordicos zu sehen.